Genesis of a genuine sound

In ihrer Performance Genesis of a genuine sound kehrt Tamara an die Quelle der Musik zurück, wo diese frei von Form, Definition und Konzept steht. Sie sucht nach einem authentischen, unverfälschten, dem eigenen Wesen entsprechenden Klang. Impulse werden durch imaginative Bilder stimuliert, die Sounds und Geräusche hervorrufen und somit die Intensität des Moments ausdrücken. Von Normen und Klangtraditionen wird losgelassen, eine musikalische Erwartungshaltung im Sinne von Harmonie und Dissonanz ist sinnlos.

Im Spazio Pulpo wird Tamara Štajner eine Sound Performance aufführen die einerseits den Raum als Klangkörper sowie Objekte der Designer Chmara Rosinke, Breaded Escalope, Klemens Schillinger und Patrick Rampelotto mit in die Klangskulptur einbezieht. 

Die Hitze von New Mexico, in der Wüste heulendes Windpfeifen, immer weiter treibender weißer Sand, ausgegorene Landschaft in Bildern von Georgia O´Keeffe, glasklarer Himmel über New York und eine einzige zarte Wolke wie drauf gepudert; das weiche Licht, das cremige, fusionierend mit scharfen, kantigen, metallenen Hochhäusern, weiter unten die Sirenen von Manhattan, getragen vom undefinierten Stimmengewirr aus Millionen Einzelstimmen, bloß ein lamentierendes Saxophon inmitten der Wallstreet sticht heraus. Die Frau am Strand vor dem Atlantischem Ozean, die Frau auf der Veranda einer Siedlung in Massachusetts, die Frau überall dort, wo sie davor war, zuhause, noch gar nicht da. 

Genesis of a genuine sound ist eine Meditation über das Licht und die Bilder der Erinnerung, welche Tamara dem intuitiven Impuls folgend in Klang verwandelt. Als Medien dienen ihre Viola, die von Max Bühlmann erbauten Klangskulpturen, ihre eigene Stimme und der Raum selbst. Folge der Intuition - sonst wirkt sie nicht! 

Using Format